Bald ist es wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür.

 

Man trifft also seine Verwandtschaft, um die Festtage miteinander zu verbringen.

Doch wenn sich ein Familienmitglied dazu entschließt auf Fleisch und andere tierische Produkte zu verzichten kann es schon mal ungemütlich werden.

Viele Menschen denken immer noch, dass alle Veganer Sandalen tragende Hippies sind, die sich nicht waschen wollen und ihre Kinder verhungern lassen. Wenn nun Menschen mit komplett verschiedenen Ansichten aufeinander treffen, ist eine Diskussion ja quasi vorprogrammiert. So hab ich zum Beispiel schon gelesen, dass der Großonkel stolz die Bilder von seinem letzten Jagdausflug präsentiert hat.

Meiner Erfahrung nach muss die Ernährung allerdings nicht zum Problem werden. Denn es liegt im Interesse aller Beteiligten Weihnachten zu feiern ohne dabei zu streiten. Mit diesem Beitrag möchte ich dir ein paar Hilfreiche Tipps an die Hand geben, um unnötigen Auseinandersetzungen zu entgehen.

1. Sei ehrlich

Ich weiß, wie es ist seine neuen Essgewohnheiten für sich behalten zu wollen, weil man sich die schlechten Witze ersparen will. Allerdings machst du es dir um einiges einfacher, wenn du einfach sagst, dass du vegan lebst. Denn nur so kann sich deine Familie und dein Freundeskreis darauf einstellen. Statt sich in einem Steakhaus zu treffen, trifft man sich dann halt in einem Restaurant mit einer größeren Auswahl. Jedenfalls ist das nur möglich wenn deine Bekanntschaft weiß, dass du kein Fleisch mehr isst.

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2. Bringe dein eigenes Essen mit

Üblicherweise wird man an Weihnachten zu den Eltern oder einem anderen Familienmitglied eingeladen. Statt vom Gastgeber zu erwarten, dass dieser dir/euch etwas veganes kocht solltest du am besten selbst etwas mitbringen. So beweist du, dass Veganer nicht nur Salat essen und vielleicht will sogar der ein oder andere mal probieren. Bereite also ruhig eine größere Portion zu. Versuche aber niemanden etwas aufzudrängen. Wenn jemand dein Essen nicht mag ist das auch kein Problem. Geschmack ist ja bekanntlich subjektiv.

3. Steh zu deiner Meinung

Deine Oma guckt dich traurig an und kann einfach nicht verstehen warum du ihr Essen, für das sie sich doch so viel Mühe gegeben hat, nicht essen willst? Dann mach ihr folgendes klar: Du konsumierst zwar keine tierischen Produkte mehr, aber kannst dir dennoch vorstellen, dass ihr Rezept köstlich schmeckt. Deine Entscheidung hat ganz bestimmt nichts mit ihren Kochkünsten zu tun. Auf diese Weise greifst du niemanden an, aber stehst trotzdem zu deiner Moral. Mit der Zeit wird die Familie akzeptieren, dass du auf tierische Produkte verzichtest.

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4. Hab Humor

Dein Bruder macht sich darüber lustig, dass du den Tieren das essen wegisst oder jemand drückt dir einen anderen Spruch rein? Kein Problem. Bleib einfach locker, gönn ihm den Spaß und lach mit. Ich weiß: das ist leichter gesagt als getan, aber wenn du dich nicht ärgern lässt ist die Sache halb so wild. Außerdem willst du ja nicht dem Stereotypen des schlecht gelaunten, aggressiven Veganers entsprechen, oder?

5. Meide Diskussionen

Es kann gut sein, dass zu Tisch Zweifel an der veganen Ernährung geäußert werden. Meiner Erfahrung nach solltest du dich auf keine Diskussion einlassen. Das führt nämlich nur zu Streit und ändern wird sich dadurch ganz bestimmt auch nichts. Antworte stattdessen, dass du dich gesund fühlst und deine Blutwerte auch in Ordnung sind. Wenn du gefragt wirst warum tierische Produkten überhaupt so schlimm sein sollen antworte, dass du gerne dein Wissen über die Nutztierhaltung teilst, aber du das Weihnachtsessen für einen unangebrachten Rahmen dafür hältst. Das gleiche gilt natürlich auch für jedes andere Essen.

Dir fällt es schwer dich zusammenzureißen?

Es ist ganz normal, dass man ein wenig sauer wird, wenn die Familie einen nicht ernst nimmt. Besonders dann, wenn man sich die zahlreichen Gründe vegan zu leben vor Augen hält. Doch sich aufzuregen wird dir ganz bestimmt auch nicht weiterhelfen. Du verdirbst dir nur die Laune.

Was mir dabei immer hilft ist es die Ganze Sache einfach aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Statt sich zu denken, dass die Familie ignorant ist und den Geschmack der Moral vorzieht, mache ich mir klar, dass die meisten Menschen schon eine vegane Mentalität haben.

Das möchte ich dir mal anhand eines extremen Beispiels veranschaulichen:

Wenn ich ankündigen würde gleich ein Katzenbaby einfach so zum Spaß zu töten, würde wahrscheinlich die ganze Familie versuchen mich davon abzuhalten. Warum? Weil es einfach falsch ist nur so zum Spaß zu töten.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass man alle wichtigen Nährstoffe aus Pflanzen nehmen kann und zwar weil sie es so ihr ganzes Leben lang gelernt haben. Ich sehe sie also nicht als Verursacher des Bösen, sonder vielmehr als Menschen, die einfach das glauben was ihnen logisch erscheint. Statt wütend über falsche Aussagen zu werden, freue ich mich darüber, dass ich es besser weiß und belächle ihr Unwissen. Das behalte ich natürlich für mich ;)

Fazit

Wie du vielleicht bemerkt hast laufen alle meine Tipps darauf hinaus locker mit der Situation umzugehen, dich nicht provozieren zu lassen und auch nicht zu versuchen andere von deiner Sichtweise zu überzeugen. Damit will ich nicht sagen, dass du nicht deine Meinung vertreten oder dich unterdrücken lassen solltest. Ich will damit nur sagen, dass man sein bestes geben sollte an Familienevents wie Weihnachten oder Geburtstagen nicht den Spaß zu verderben. Natürlich kannst du deine Freunde und Familie über die Vorzüge einer veganen Ernährung aufklären, gerade wenn sie gesundheitliche Probleme bekommen. Du könntest z.B. Filme wie Gabel statt Skalpell empfehlen oder selbst ein paar Tipps geben. Allerdings solltest du aufhören, sobald dir klar gemacht wird, dass dein Rat nicht gewollt ist. Am besten lebst du deinen Lebensstil einfach vor, zeigst wie gut es dir geht und wie glücklich du damit bist.

 

Über den Autor

Luis stellt auf seiner Website VeganFakt die Vorteile einer veganen Lebensweise dar. So findest du findest sowohl interessante Beiträge, als auch vollwertig vegane Rezepte und nachmachen.

 

Luis beschreibt hier ein Weihnachtsfest, bei dem man sich als einzelner Veganer behaupten muss. Seine Tipps sind jedoch wirklich gut und ich finde man kann sie auch als Familie weitestgehend übernehmen… Ich drücke dir und deiner Familie ganz ganz doll die Daumen, dass ihr ein friedliches und stressfreies Weihnachtsfest feiern könnt.

Alles Liebe

Deine Carmen

 

„Ja – schicke mir bitte das Gratis – eBook über Vitamin B12 in Schwangerschaft bis zum Kindesalter!“

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  1. GASTBEITRAG: 5 Tipps für ein friedliches Weihnachten als Veganer - la-prinzip.de - […] https://www.vegane-familien.de/5-tipps-fuer-ein-friedliches-weihnachten-als-veganer/ […]

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