Heute folgt endlich mein längerer Erfahrungsbericht der Entfernung meiner Gebärmutter und weiteren Teilen…Ich kann dir nur sagen: Ich bin durch etwas durchgegangen… Durch eine echt harte Zeit… Ende Dezember 2017 hatte ich bereits einen Beitrag veröffentlicht mit dem Titel Gute Vorsätze für 2018 – dem Krebs den Stinkfeiner zeigen.

In diesem Beitrag habe ich sehr offen über meine Geschichte mit den Gebärmutterhalskrebsvorstufen gesprochen. Seit 2011 – wahrscheinlich schon länger hatte ich einen Pap 4a, immer mal wieder einen 4b… wie auch zuletzt im Dezember 2017 – obwohl ich 2015 schon zwei Konisationen, bei denen der betroffene Teil des Gebärmutterhalses entfernt wird, hatte.

Bei mir war und ist das Thema Stress – Dauerstress, Partnerschaftsstress, Beziehungsstress – aber natürlich auch in der Beziehung zu mir selbst. Dieses Thema kennen viele von uns – vielleicht auch du.

Gebärmutterhalskrebs und Rauchen – ich habe früher lange und auch viel geraucht… Das Risiko dann einen Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln ist sehr sehr viel höher, ja sogar einer der Hauptrisikofaktoren. Tatsächlich haben alle Frauen, die ebenfalls betroffen waren/sind und mit denen ich darüber gesprochen habe, auch lange geraucht. Würde mich über ein Kommentar freuen, wenn du etwas dazu beisteuern kannst.

Mein größer Rat an dich, an alle, die diese Zeilen lesen

Daher möchte ich allen Menschen ganz ganz unbedingt ans Herz legen, ihren Lifestyle sofort zu ändern – und wenn es erstmal nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist – und dann ein Weiterer… Wartet nicht, bis es zu spät ist. Eine gute Ernährung, Bewegung, aufgearbeitete Kindheit, gute Freunde im Leben – dazu gehört auch die falschen Freunde auszusortieren… so hart das klingt (kurze Anmerkung – manchmal begleiten uns manche Menschen auch nur über einen gewissen Zeitraum – und es ist einfach wichtig zu sehen, wann ein solcher auch zu Ende geht. Du kennst vielleicht den Spruch „For a reason, for a season or for a lifetime“… Nicht alle Menschen können uns das ganze Leben begleiten). Außerdem gehört zu einem guten Lifestyle auch das Glücklichsein, sowie vernünftige Ziele. Meines Erachtens gehören „ein Haus, ein Auto, eine Yacht oder dergleichen“ nicht zu den primären Zielen. Ich denke diese Ziele bestehen vielmehr aus unserem ureigenen inneren Antrieb, unserem Motor etwas GUTES in die Welt zu bringen… Viele von uns haben den Wunsch zu helfen und wissen gar nicht wie und wohin mit ihrer Energie… Weißt du, was ich meine, wie wir unseren Weg finden können? Indem wir den Dingen nachgehen, die uns WIRKLICH WIRKLICH (das hab ich von Veit Lindau geklaut dieses doppelte wirklich) interessieren, wofür wir brennen, alles was uns begeistert… Daraus können sich dann unsere echten Ziele entwickeln – oder unsere Berufung. So nennt man das auch.

Schicksalsschläge – wie nun in meinem Fall – gehören auch dazu. Wenn wir Prüfungen bestehen, können wir anderen Menschen helfen diese ebenfalls zu meistern… Mein Gesundheitszustand gehört seit 10 Jahren zu meinem Brennpunkt. Das war auch der Zeitpunkt, als ich meine Ernährung umstellte und der mich wach rüttelte. Denn ich merkte, welch großen Einfluss die Ernährung auf unsere Gesundheit hat. Nie hätte ich das für möglich gehalten. Es lösten sich Krankheiten auf, meine Dauerverstopfung, mein Rheuma, mein Asthma, meine starken Hautprobleme, meine leicht depressive Neigung… all der ganze Scheiss, der sich über Jahre aufgestaut hatte.

Im weiteren Verlauf musste ich aber feststellen, dass die gesunde Ernährung nicht alles ist. Das erklärt auch meinen Weg. Zunächst die Ausbildung zur Ernährungsberaterin und jetzt Heilprakikeranwärterin. Ich darf noch so wahnsinnig viel lernen und ich möchte WIRKLICH WIRKLICH all mein Wissen hinaus in die Welt geben. Alle meine Erfahrungen… um auch dir zu helfen.

Wie ging es weiter nach dem erneuten Befund Pap4b?

Ich hatte gleich am 2. Januar einen Termin in der Klinik in Hamburg, um mit einem Oberarzt über die Situation zu sprechen. Meine Entscheidung war zu dem Zeitpunkt aber schon gefallen. Dennoch hörte ich mir artig an, was er mir zu erzählen hatte. Er fragte mich natürlich nach meiner Lebenssituation und ob ich einen weiteren Kinderwunsch hätte. Als ich dies verneinte und ihm zusätzlich von meinen Schmerzen berichtete, die höchstwahrscheinlich aufgrund der Gebärmuttersenkung entstanden waren, empfahl er mir die restlose Entfernung des Gebärmutterhalses, der Gebärmutter und den Eileitern. Die Eierstöcke sollten bestehen bleiben, damit die Hormone weiterhin gebildet werden und ich nicht plötzlich in den Wechseljahren lande. Ich stimmte sofort zu, es gab eine Untersuchung und wir legten den OP Termin auf 22. Januar fest, weil ich vorher noch einige wichtige Termine hatte. Ich war im Vorfeld schon recht nervös, mir aber mit meiner Entscheidung sicher, denn ich möchte Zeit gewinnen, um meine Themen zu bearbeiten. Außerdem habe ich natürlich eine riesige Verantwortung als Alleinerziehende Mutter.

Vor der OP schickte ich meine Mutter weg und weinte und weinte und weinte… Dieses ganze Thema bedrückte mich sehr sehr stark und ich hatte auch wahnsinnige Angst… Dennoch wusste ich immer noch „Es ist richtig…“

Der Schreck nach der OP

Als ich aus der Narkose im Aufwachraum erwachte, hob ich im Halbschlaf die Decke und stellte fest, dass mein Buch irgendwie unversehrt aussah. Die Schwester nahm dies wahr und sagte mir nur „Es wurde kein Bauchschnitt gemacht“… Ich sank wieder ins Land der (verwirrten) Träume. Einige Minuten später ein nächster Anlauf… Warum… Doch das konnte mir keiner beantworten…Es sei nur eine weitere Konisation gemacht worden. Irgendwann wurde ich ins Zimmer geschoben. Ich war alleine, verwirrt – und ich hatte Angst – wahnsinnige Angst. Irgendwann kam der Oberarzt in mein Zimmer und meinte, das was er gesehen hat, hätte ihm nicht gefallen und so hatte er sich dafür entschieden, einen Teil des betroffenen Gewebes zu entfernen, sowie Biopsien aus verschiedenen Bereichen zu entnehmen. Dann sagte er mir, er müsse sicher gehen, ob es nicht schon Krebs sei, denn dann wäre der weitere Fortgang ein anderer. Ich war danach am Boden zerstört, nur am Weinen, völlig verzweifelt… Freunde sprachen mir Mut zu… Später kam er noch einmal… Ich fühlte mich wie in einem dichten Nebel, als er von einer Folge-OP mit Lymphknotenentfernung sprach um zu sehen, ob schon etwas gestreut hätte… Natürlich kam das als Antwort auf meine Nachfragen zum Thema „Was wäre, wenn?“… Und als er dann von Strahlentherapie und Chemo sprach, war ich völlig am Ende… Ich entschied mich noch eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben, um mich zu sammeln. Ich wollte verhindern, dass meine Kinder mich in dieser Verfassung sehen.

Tja – so scheisse kann ich auch aussehen…. Nix mehr mit blühendem Leben… Verzweiflung und Angst… und viel geweint…

Etwas später beim Tee im Aufenthaltsraum

Man sieht mir meine Bedrückung an…

Der Abend nach der OP und das Warten bis zum Befund

Ich sprach am Abend noch sehr spät mit einer meiner engsten Freundinnen, die auch seit einigen Jahren als ausgebildete Geistheilerin arbeitet. Ja ich weiß – der Bereich der Geistheilung ist häufig noch verspottet, da er nicht greifbar ist. Ich erzähle dazu nur mal so viel – vor 1,5 Jahren hatte ich eine sehr kurze Beziehung zu einem promovierten Biologen, der wissenschaftlich arbeitet und sich ebenfalls zum Geistheiler ausbilden liess. Er konnte die Veränderungen der Zellen nach einer Heilbehandlung im Labor auch nachweisen. Ich bin sehr gespannt, wann seine Studienergebnisse einmal veröffentlicht werden, denn damit wird der Bereich der Geistheilung ganz anders anerkannt sein. Auf jeden Fall war meine Freundin immer verbunden mit mir und das war ein tolles Gefühl. Als ich sie direkt nach der OP anrief, wusste sie schon Bescheid. Wir sprachen kurz und vertagten das Gespräch dann auf den Abend. Sie sagte mir, ich soll einfach mal alle Gedanken loslassen und schauen, welche Antworten mir in der Nacht kommen… Sie werden kommen, wenn ich mich darauf einlasse… Und das hab ich dann auch getan. Die Nacht war sehr sehr schlaflos, ich hab viel geweint und durchlebte wahnsinnige Ängste. Es waren die Ängste, die ich seit Jahren immer wieder verdrängt hatte. Ich setzte mich mit allen möglichen Szenarien auseinander, insbesondere mit dem „Sie haben Krebs“ Szenario… Um 5 Uhr morgens schlief ich dann noch völlig erschöpft, aber mit Antworten ein. Mir war klar, dass ich natürlich die OP noch einmal wiederholen werde. Ich sah es nicht als Zeichen, dass die Gebärmutter noch da ist und sie vielleicht doch bleiben soll. Nein – vielmehr sah ich es so, dass ich noch einmal einen Warnschuss hatte – hoffentlich so dachte ich.

Also wurde ich am Mittwoch morgen entlassen und konnte Zuhause dann Besuch von lieben Freundinnen und auch meiner längsten Kundin, die inzwischen auch eine tolle Freundin ist, empfangen. Sie lenkten mich etwas ab. Freitag morgen ist der Termin, bei dem ich erfahre, ob ich Krebs habe, oder nicht… Am Donnerstag Mittag erhielt ich einen überraschenden Anruf des Oberarztes, der mir Entwarnung erteilte… Puuuuuuh – du glaubst nicht, was für ein Stress von mir abfiel. Meine Mutter, die ich direkt daraufhin anrief, fing an zu weinen. Sie hatte sich so sehr zusammen gerissen… Also war ich am Freitag erneut zur OP Planung im Krankenhaus. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass schon etwas umliegendes Gewebe um den Gebärmutterhals betroffen ist und ebenfalls entfernt werden muss. Das war glücklicherweise nicht viel. Mein Befund war sozusagen „fünf vor zwölf“ – eine Präkanzerose… Aber natürlich auch irgendwie ein Schleudersitz.

Noch eine OP – ja oder nein? Wie entscheidet man sich da?

Ich wusste und weiß die ganze Zeit – in meinem Fall ist und war die OP die richtige Entscheidung. Natürlich möchte ich das nicht verallgemeinern, habe mich mit vielen Heilpraktikern, Ärzten und Heilern unterhalten. Es ist einfach so, dass manche Menschen unter der besten naturheilkundlichen Behandlung sterben und unter der härtesten schulmedizinischen Behandlung überleben. Was für die einzelne Person richtig ist, kann ein Außenstehender nie genau sagen, denn er steckt nicht in deren Haut… Also habe ich mich sehr stark auf meine Intuition und mein Bauchgefühl verlassen. Eine solche große Operation birgt Risiken. Man fühlt sich, als würde man plötzlich zwischen Zitronen und Limetten entscheiden. Beides schmeckt ein bisschen sauer…

Aber weißt du – ich übernehme die Verantwortung für mich selbst, möchte das niemand anderem übertragen. Man selbst hat immer die größte Verantwortung, denn man muss mit allen Konsequenzen leben. Dafür braucht man Menschen, die das genauso sehen und diesen Weg vollständig unterstützen. In der Beratung werde ich auch oft gefragt, wann ich dieses und jenes empfehle. Natürlich gebe ich dann die allgemeinen Empfehlungen weiter, aber ich versuche immer den Mutterinstinkt zu stärken. Vertraut dem Bauchgefühl… Damit hat man meistens schon den besten Berater. Der Verstand ist diesbezüglich oft hinderlich… Du kennst vielleicht das Beispiel, dass vielleicht mal ein Partner in dein Leben kam, bei dem du restlos überzeugt warst, ihr würdet bis ans Lebensende zusammen bleiben. Parallel gab es vielleicht ein seltsames Bauchgefühl dazu, welches man dann in der Phase der ersten großen Verliebtheit nur allzu leicht verdrängt hat. Mir ging es so…. Einmal extrem und weitere Male weniger extrem… Die Quittung und den Beweis hab ich immer bekommen. Mensch – eigentlich hatte es mir die Intuition schon gesagt.

Die zweite Operation – diesmal aber wirklich

Und genau mit dieser Intuition habe ich dann auch die zweite OP entschieden. Der OP Termin lag genau eine Woche später, am 30.01.2018. Du hast in dieser Zeit von mir kaum etwas in den Social Media gelesen… Ich musste mich sammeln, konnte und wollte noch nicht an die Öffentlichkeit gehen damit. Natürlich hatte ich Angst, dass ich wieder aufwache und wieder alles anders ist.

Am Montag vor der OP erhielt ich am Morgen eine ziemlich unsägliche eMail… Über den Inhalt möchte ich nicht sprechen – aber nur so viel: Sie warf mich richtig aus der Bahn und ich brauchte bis zum Nachmittag mich zu sammeln – und das mit Hilfe von Fachleuten, Freunden und schließlich meiner Mutter. Meine Mutter ist begleitende Kinesiologin und wir haben in einer 1,5 stündigen Balance meine Ängste bearbeitet. Danach ging es mir endlich endlich gut. Ich hatte keine Angst mehr vor der bevorstehenden OP – und das blieb so bis zur Narkoseeinleitung. Der Oberarzt hat noch beim Wegdämmern den letzten Spruch von mir kassiert… Und ich werde weiterhin mit ihr an meinen tiefsitzenden Ängsten arbeiten, an alten Schocks und Traumata, sowie weiteren Themen, die mich unbewusst belasten.

Entfernung der Gebärmutter – Hysterektomie

Keine Gesichtsfarbe – eher grau und noch total schlapp… 24 Stunden nichts gegessen, der Kreislauf völlig im Eimer… Aber dennoch froh, es überstanden zu haben…

Das ganze Erleben im Krankenhaus war komplett anders. Ich musste nicht mehr weinen – weder vor, noch nach der OP. Als ich im Aufwachraum erwachte, hob ich sofort wieder die Decke hoch. Natürlich fand ich die ganzen Schläuche – Drainage, Katheder und Zugang – auch nicht witzig. Aber ich wusste: Es ist ENDLICH erledigt. ENDLICH… Und dann setzten die Schmerzen ein… Noch im Aufwachraum bekam ich ein Schmerzmittel in den Tropf und eins direkt per Zugang ins Blut… Das half schnell. Ich kam aufs Zimmer und war völlig erledigt – aber ich war erleichtert, was man mir ansah (siehe Bild oben).

Abends sagte mir die Schwester: „Sie müssen jetzt einmal aufstehen!“ Ich dachte mir nur: Unmöglich. Keine Chance. Meine Bauchmuskeln waren außer Gefecht gesetzt. Ich war aufgebläht von dem Gas, das noch nicht ganz aus dem Bauch weg war. Das war der Faktor, den ich am meisten unterschätzt hatte.

Ich quälte mich aus dem Bett mit den ganzen Schläuchen. Die Schwester stütze mich und hielt in der anderen Hand den Katheder und die Drainage. Mein Kreislauf versagte fast ganz, mir wurde kotzübel, was ich ihr direkt mitteilte… Ich hab ne halbe Runde ums Bett geschafft und ließ mich dann wieder zurück ins Bett fallen, lag auf der Seite und stöhnte… dachte ich muss mich gleich übergeben – und das nach inzwischen 27 Stunden ohne Essen… Also gab es schnell was gegen die Übelkeit in den Tropf und ich konnte etwas später Zwieback knabbern… Das half schon etwas und ich schnappte mir noch etwas von meinem mitgebrachten Dörrbrot sowie einem Zwergenwiese Aufstrich (Arrabitom hatte ich dabei). Ich wusste ich muss möglichst gut und ausreichend essen, damit mein Kreislauf wieder in Schwung kommt… Und tatsächlich. Das alles half.

Bewegen ist irgendwie unmöglich gewesen…

Etwas später kam die Schwester wieder und wir wagten einen zweiten Versuch mit dem Aufstehen und umherlaufen. Ich schaffte es einmal durch den Raum, auf halber Strecke jedoch wurde ich total zittrig, war danach froh wieder im Bett zu liegen. Ich dachte „Oh mein Gott wie heftig ist das bitte?“ Die Schwester bot mir an, den Katheder zu ziehen. Da hab ich nicht lange überlegt. Ein Schlauch weniger und nicht mehr ständig das Gefühl auf die Toilette zu müssen. Prima. Danach hatte ich aber Angst, denn die Schmerzen beim Laufen, mein Kreislauf und das alles… Puuuuh. Ich musste mir auch bei den ersten Gängen zur Toilette Hilfe holen zur Sicherheit. Und es war dann so ein bisschen wie nach einer Geburt… Da ist das Pullern auch echt unangenehm. Also lief ich ständig gefühlt, denn ich hatte auch überhaupt kein Gefühl mehr dafür, wann ich muss und wann nicht… Glücklichweise wurde das jeden Tag besser und nun – etwas mehr als eine Woche danach – ist alles wieder völlig normal.

Bei der Visite am nächsten Tag entschieden die Ärzte, dass die Drainage noch einen weiteren Tag bleiben sollte. Aber der Zugang konnte weg. Schmerztabletten nahm ich im 3-Stunden-Takt. 2xNovalgin und 1x eine 600er Ibu… Und das ich… Seit 10 Jahren habe ich weder bei Periodenschmerzen, noch bei Kopfschmerzen eine Schmerztablette genommen… Ich nehme nie Schmerztabletten – außer es ist mal ein starker Eingriff oder etwas derartiges gewesen… Meine Güte. Der Oberarzt sagte mir „Morgen oder spätestens übermorgen haben Sie keine Schmerzen mehr“. Ich hab es ihm nicht geglaubt – aber es war tatsächlich wahr.

So sah mein Bauch ein Tag nach der Hysterektomie mittels Laparoskopie aus – also nach minimal-invasivem Eingriff… Der Bauch noch aufgequollen vom restlichen OP Gas. Drainage noch liegend…

 

Am nächsten Tag ging es mir schlagartig besser. Am Morgen wurde die Drainage gezogen und am Nachmittag konnte ich duschen. Ich war fitter, mein Kreislauf war absolut stabil, ich konnte schon wieder ganz gut laufen und machte nach meiner Dusche dann einen Spaziergang durchs Krankenhaus.

Mein kleiner Spaziergang am Abend vor der Entlassung… Tag 2 nach der OP.

Meine Verlegerin Karo sagte zu dem Bild nur „gestylt wie immer“…. Spaß beiseite – es zeigte mir einfach meine Genesung. Ich war so erleichtert, auch wenn ich natürlich weiß, dass die Arbeit weitergeht. Ich habe „nur“ Zeit gewonnen. Ein Spaziergang vorbei am Kreissaal, vor dem ein Babybettchen stand, zeigte mir erneut die Richtigkeit meiner Entscheidung. Ich war und bin durch mit dem Thema eigene Kinder. Keine Wehmut, kein „Ich-bin-keine-Frau-mehr“-Gefühl. Null… Im Vorwege hatte ich Angst davor.

Ein bisschen gearbeitet habe ich an Tag 3 dann auch… Aber das ging nicht allzu lange… Hab ich unterschätzt.

Veganes Essen im Krankenhaus

Also ich muss schon sagen, ich war grundsätzlich positiv überrascht. Am Ende war es zwar Krankenhaus-Essen, aber was ich auf dem Tablett hatte, war deutlich besser, als das von meinen Zimmernachbarinnen, denn die hatten kaum Obst und eigentlich auch keinen Salat, geschweige denn Gürkchenscheiben oder eine halbe (!) Tomate. Das Mittagessen war stark verbesserungswürdig. Ich hatte sogar mal Sojajoghurt mit Geschmack und dann auf Wunsch ohne zum Frühstück. So konnte ich mir mein Obst reinschneiden. Und einen Alpro-Pudding auch… Der ist natürlich viel zu süß. Aber dennoch war es erstaunlich. Ich hatte meinen Lupinenkaffee dabei und meine eigene Hafermilch, sowie den bereits erwähnten Zwergenwiese Aufstrich. Mein Besuch versorgte mich noch mit hochprozentiger Schokolade, was bei Schokolade im Gegenzug zu Alkohol ja positiv zu bewerten ist, denn ich kann dann immer nur ein kleines Stückchen essen und hab kaum Zucker drin. Zucker ist nämlich ganz schön böse – insbesondere beim Thema Krebs… Ich finde es immer wieder erstaunlich, warum diesbezüglich keine Rücksicht genommen wird und die „Kranken“ keine entsprechende Diät erhalten… Da denkt man manchmal das Krankenhaus macht die Leute manchmal noch mehr krank… Aber das ist natürlich nur eine Seite der Medaille. Hier also mal ein Auszug der kulinarischen Krankenhaus-Künste…. also der 3K’s ;)

Abendessen Beispiel: Es gab immer 2 Scheiben Brot, einen veganen Aufstrich, etwas Salat mit Essig-Öl-Dressing und ein Obst. Margarine und Marmelade lagen auch dabei, wurden aber ignoriert…

Dieses Mittagessen sollte eine „Gemüsepfanne mit Tofu sein“, was ich erhielt war TK-Gemüse, lieblos auf den Teller gelegt mit einem „Hauch“ von Räuchertofu. Die absonderliche weiße Sosse, war wohl aus dem Chemiebaukasten. Ich konnte weder herausfinden, was das war, noch konnte mir die Diätassistentin darüber Auskunft geben.

Am nächsten Tag gab es dann Couscous mit TK Gemüse und erneut dieser Chemiebomben-Soße… Das war schon besser.

 

Tag der Entlassung

Am Freitag wurde ich dann endlich entlassen, hatte meine Tasche schon gepackt als meine Mutter kam. Fünf Minuten später kam der diensthabende Arzt (der war auch noch schnuckelig – überhaupt war das Team dort extrem gutaussendend und sehr nett – für die Hamburger: Agaplesion, Hohe Weide – das ist das ehemalige Elim. Ein Blick in den Kreissaal lohnt sich sicherlich für die werdenden Mamis), der mir noch die letzten Instruktionen erteilte.

Am Morgen der Entlassung… Du siehst den Unterschied, oder? Mir ging es wirklich gut… Erleichterung… Freude wieder nach Hause zu kommen…

Zuhause angekommen. Ein kleiner Schnappschuss meines Bauches. Immer noch leicht gebläht…

Ich versuche mich jetzt kurz zu fassen und zum Schluss zu kommen… Das OP Gas im Bauch hat mich noch einige Tage stark geärgert. Ich hatte solche Schmerzen am Rippenbogen im Bereich von Leber und Galle, dass ich einen Tag nach der Entlassung kurz davor war wieder ins Krankenhaus zu gehen… Wenn ich ganz ganz viel und flach lag, Kümmeltee trank und Lefax zerkaute, ging es besser. Nach einer Woche war der Gas-Spass dann endlich vorbei… Hab aber gehört, dass das auch länger gehen kann. Bei einer Freundin ist es so, dass sie nach 6 Wochen noch Probleme mit dem Hosenknopf hat… Natürlich merke ich noch leichte Schmerzen. Ich darf mich nicht überanstrengen, muss mich noch oft ausruhen. Die Wunden äußerlich sind ja recht klein. Es sind „nur“ 4 kleinere Schnitte – einer davon ist etwas größer (etwa 2,5 cm)… Die innerlichen Wunden sind da – auch wenn ich sie nicht sehe. Meine Gesamt-Heilungszeit beträgt etwa 6-8 Wochen. Ich habe 2 Wochen lang Arnika in C30 und D6 genommen. Außerdem nehme ich Tropfen zur Ausleitung mit Metasolitharis & Co. Dieses Ausleitungsprogramm hatte ich schon vorher begonnen und bin jetzt nochmal etwas zurück gegangen, weil ja doch ganz schön was dazu kam durch die 2 OP’s. Außerdem habe ich Globulis um die Mitochondrien wieder in Schwung zu bringen – das sind die Kraftwerke der Zelle – und ich nehme Flenin Tropfen, die die Apoptose (Zelltod/Selbstzerstörungsmechanismus) auslösen – für den Fall, dass was übersehen wurde. Die Ätherischen Öle von Young Living setze ich zusätzlich ein. Fenchel gegen das Gas im Bauch, Lavendel zur Entspannung und und und… Gaaaaanz viele.

Und jetzt? Heilung auf allen Ebenen!!!???

Nun kommt mein ganzheitliches Programm. Das Buch von Merle Zirk „Retreat Yourself“, Link im anderen Blogartikel, ist mir dabei auch eine Hilfe… Ernährung, Yoga, Mediation, Kinesiologische Unterstützung meiner Mutter, Geistheiler, Heilpraktiker und ggf. noch eine Psychotherapie – mal sehen ob ich einen Platz bekomme – um meine Wunden des inneren Kindes zu heilen. Parallel gibts natürlich Themen, die ich kenne und die ich nun im Leben lernen und ändern darf. Die Prüfungen kommen – fast täglich. Sehr spannend. Das ist ja auch ein Heilungsprozess… Ich werde darüber sicherlich berichten, denn ich sehe es als meine Verpflichtung an. Daher werde ich mich jetzt endlich wieder in die Heilpraktiker Ausbildung vertiefen….

Und natürlich muss ich jetzt wieder arbeitstechnisch Fuß fassen. Ich bin jetzt knapp 4 Wochen ausgefallen – und das am Jahresanfang. Für eine selbstständige Alleinerziehende kein Pappenstiel. Aber kein Problem… Irgendwie geht’s immer.

Danke

So viele Menschen da draußen haben mich unterstützt, mir zugehört, aktiv mit angepackt oder mir durch Worte Mut gemacht und Zuversicht gegeben… Ich möchte einige hier erwähnen: Allen voran meine Mutter, die ständig da war, temporär bei mir eingezogen ist und sich um die Kinder gekümmert hat, die immer noch kommt und nach dem Rechten schaut – und das obwohl sie selbst total eingebunden ist. Auch sie hat ihre Arbeit, ihre Selbstständigkeit mehr als vernachlässigt, um mir beizustehen. DANKE DIR dafür. Du bist die Beste. Ich weiß das sehr zu schätzen – auch wenn du das nicht immer merkst. Auch durch deine kinesiologischen Balancen hast du zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Die Hamburger können sich gerne an sie wenden: INGRID SCHRÖTER – Webseite oben verlinkt. Ich hab dich ganz doll lieb, Mama.

Danke an meine Freundin Melly, die mich mit ihren aufbauenden Worten und in ihrer Tätigkeit als Geistheilerin begleitet und mir sehr viel Mut gemacht hat… Du bist einfach großartig und der emphatischste Mensch, den ich kenne.

Danke an meine Familie, meine Geschwister, meinen Vater, Cousine und Tanten… Ihr habt euch immer gesorgt und mir geschrieben. DANKE… Und meine Kinder, die mich ebenfalls begleitet haben und momentan sehr viel Rücksicht nehmen (müssen). Ich liebe EUCH!!! Meiner Oma gebührt besondere Erwähnung. Sie hat sehr viel gebetet und eine Kerze angezündet. 90 Jahre alt und total fit im Kopf. Sie hat vor 40 Jahren die fast gleiche OP, nach einem ähnlichen Leidensweg über sich ergehen lassen und erfreut sich immer noch einer guten Gesundheit… Die letzten 3 Jahre waren für sie schwerer. Deine Worte am Telefon diese Woche liebe Omi – sie sind ganz dicke Pflaster auf meinen Wunden und verleihen mir sehr viel Zuversicht. Ich hab dich ganz doll lieb.

Danke an meine lieben Freunde, die mich besucht haben: Angela, Rebecca (sogar zweimal), Steffi, Solveig und Thimo… Ihr habt mich gut abgelenkt und mir viel Kraft gegeben. Das war so wertvoll und wichtig… Das werde ich nie vergessen.

An meine lieben Freunde und Freundinnen, die mich aus der Ferne telefonisch und durch Geschreibsel begleitet haben: Elena, Laura, Olivia, Karo – meine Verlegerin, Antje (auch fürs Aufpassen auf Yannik am OP Tag), Nina, Valerie, Kathrin, Ingrid, Oliver, mein Ex-Mann Oli, Olaf, Christian (Sorry Jungs – Ladies first)..

Und auch an den lieben Björn Moschinski, der mir auch am OP Tag schrieb – noch sehr spät – als ich wirklich ganz ganz dolle Schmerzen hatte und nicht einschlafen konnte… Dein „Ich bin in Gedanken bei dir“ hat mir mehr geholfen, als du denkst.

Jen Fuchs von Happy Healthy Raw und Samy Ebel von SaluVegan für die langen Telefonate und ihre Erfahrungen!!!

Ganz besonderer Dank geht an den lieben Jan, der mich seit vielen Jahren aus der Ferne begleitet und der mich toll durch diese schwere Zeit getragen hat. Deine Intuition „es wird das bestmögliche Ergebnis für dich sein, kein Krebs“ und „ich spüre es wird dir im Laufe des Tages viel besser gehen“, war jeweils voll auf dem Punkt und goldrichtig. Wahnsinn – ein Kerl mit einem solchen Gespür! Einmalig! Du hast mir wahnsinnig mit deiner positiven und offenen Art geholfen.

Ein großer Dank geht zuletzt noch an alle anderen, die ich jetzt hier nicht erwähnt habe. An alle, die meine Beiträge verfolgen und mir Mut zusprachen und an alle, die an mich gedacht haben… Ihr seid klasse, Ihr seid ein Teil und Ihr seid mein Antrieb es besser zu machen und mein Wissen auszubauen und zu verschenken…

Ich liebe euch alle!!!!

Mit diesen Worten möchte ich mich für heute verabschieden…. Und mich mir und meinen Freunden und meiner Familie widmen.

Alles Liebe

Deine Carmen

„Ja – schicke mir bitte das Gratis – eBook über Vitamin B12 in Schwangerschaft bis zum Kindesalter!“

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Ganz ganz lieben Dank an dieser Stelle schon einmal an dich und alle anderen, die mich schon unterstützt haben. Ihr seid großartig und haltet meine frei zugängliche Arbeit und Arbeit an Büchern am Laufen. Love you all….!!!

4 Kommentare

  1. ♡♡♡♡♡♡♡♡ Ich lieb dich auch meine Schöne

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  2. Liebste Carmen,

    Was für ein toller Artikel. Du bist die stärkste Frau, die mir bisher begegnet ist und ich bin sehr glücklich, deine Freundin sein zu dürfen.
    ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

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  3. Dankeschön für den sehr offenen und persönlichen Bericht über diese f*** Krankheit. Ich wünsche dir alles erdenklich Liebe und weiterhin gute Genesung <3

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  4. Mensch Carmen, ich drück dich noch mal ganz dolle <3

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