12!!!! Wochen… Auch die vegane Ernährung hat mich nicht vor Übelkeitsattacken geschützt. Zwar geht’s mir weniger schlecht als vor 10 Jahren in meiner ersten Schwangerschaft, aber das kann ja auch einfach nur Zufall sein.

Übelkeit in der Schwangerschaft ist ein A…!!!

Also diese Wochenlange Übelkeit und Abgeschlagenheit kann einem ja wirklich ganz schön auf die Nerven gehen. Vor allem, wenn man eigentlich arbeiten muss. Gefährlich am Home-Office in diesem Fall: das Sofa ist ständig verlockend in Reichweite. Und um ehrlich zu sein hat es den “Kampf” auch meistens gewonnen.

Und dieses: “ich-muss-morgens-sofort-was-essen,-sonst-wir-mir-noch-mehr-übel-Szenario”. Und am Vormittag… und am Mittag… und am Nachmittag… und am frühen Abend… und vorm Schlafen gehen… Nur mitten in der Nacht: da hab ich lieber die Übelkeit ausgehalten. Wäre ohnehin nicht weiter als bis zur Toilette gekommen. Aber lassen wir das.

Ganz spannend waren und sind in dieser Schwangerschaft meine “Wander-Gelüste”. Ja genau. Ihr habt richtig gelesen. Meine Gelüste unterliegen nämlich ständigen Änderungen. Mal hielten sie einen Tag an, mal ein paar Tage, um sich dann komplett einzustellen, ja sogar erneute Übelkeit beim bloßen Gedanken daran, auszulösen.

Hier mal eine kleine Auflistung meiner “Wandergelüste:

  • Kartoffeln: Kartoffelsalat, Pellkartoffeln, Blechkartoffeln, Pommes, Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln….
  • Nudeln!
  • mit Tomatensauce!
  • und Tomatensauce!
  • und noch mehr Tomatensauce!
  • Tomatensuppe
  • Gewürzgurken
  • “Nutella”brot
  • “Nutella” auf Reiswaffel
  • Schokomuffin mit Erdbeeren
  • Erdbeeren
  • Erdbeeren
  • Erdbeeren…!!!
  • Ananas
  • Wassermelone, Honigmelone, Guadeloupe und wie sie sonst noch alle heißen
  • Pfirsiche und Nektarinen in rauen Mengen (immer noch anhaltend)
  • Pizza!
  • “Butter”brezeln
  • kleine Dinkelbrezelchen

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Erdbeeren

Glücklicherweise hielten die ungesunden Nahrungsmittel jeweils nicht so lange an, aber grüne Smoothies und Salat hab ich irgendwann nicht mehr runterbekommen. Also habe ich mich für die ersten Wochen für eine Nahrungsergänzung entschieden – nur um sicher zu gehen.

Denn diese Schwangerschaft war nicht geplant und so hab ich mich im Vorfeld nicht drauf eingestellt immer auf eine optimale Versorgung zu achten. Interessanterweise habe ich ganz am Anfang der Schwangerschaft, noch bevor ich es überhaupt wusste, ganz gezielt Appetit auf verschiedene Spinatarten (siehe nächster Abschnitt) entwickelt. Im Nachhinein natürlich ein toller Lieferant für Folsäure…

Was ich in Nigeria gemacht habe

Zu dieser Zeit war in Nigeria. Ich hatte mich entschieden an einem ehrenamtlichen Projekt zu arbeiten um die vegetarische und vegane Ernährung dort public zu machen. Im Oktober wird dort das Lagos Veg Fest stattfinden, die erste Veranstaltung dieser Art in Nigeria. Da ich ursprünglich aus der Eventbranche komme, kann ich da ganz gut unterstützen. Außerdem arbeite ich seit März an einem Kochbuch für traditionelle und moderne Nigerianische Küche. Die Rezepte erhalten sehr sehr viele Spinatarten, die es dort zu Hauf gibt. Ich hätte mich von morgens bis abends von diesen Sachen ernähren können.

Fatalerweise konnte ich nach meiner Rückkehr nicht mehr an dem Kochbuch weiter arbeiten, denn jegliche Rezepte und Zutaten, sowie die Schärfe lösten allein beim Gedanken daran einen Würgereiz aus. Wie gemein. Das Buch muss fertig werden – und zwar schnell. Seit 3 Tagen geht’s bergauf und kann zumindest die Fotos bearbeiten und Rezepttexte erstellen sowie das Layout gestalten. Nur von dem Essen an sich bin ich noch etwas entfernt… ;) (Anmerkung Jahre später: Dieses Kochbuch liegt bis heute halb fertig in der Schublade. Und das wird es auch bleiben… :))

Also festgestellt habe ich die Schwangerschaft erst in der 6. Woche, da ich in Nigeria keinen Schwangerschaftstest zur Hand hatte. Anfangs überfällig aber ohne Symptome, hab ich mir noch keinen Kopf gemacht. Ist durchaus öfter vorgekommen, dass der Zyklus etwas unregelmäßig war. Aber in Richtung Abreise schwante es mir so langsam… Übelkeit und eine starke Abneigung gegen den Rotwein an Bord der Maschine? Seltsam.

Wann die Übelkeit begann

In der 7. Woche ging es mit der Übelkeit dann richtig los mit einem Peak in der 10./11. Woche. Jetzt ist mir nur noch selten übel und ich muss nicht mehr in einer Tour essen. Außerdem kommt die Energie wieder zurück. Das erleichtert mir den Alltag EXTREEEEEM. Keiner, der diese Schwangerschaftsschwäche und Schwangerschaftsübelkeit nicht erlebt hat, kann sich vorstellen wie das ist. Falls Ihr davon verschont geblieben seid: Herzlichen Glückwunsch! Ihr hab rein gar nichts verpasst…

Aber was hattet Ihr denn so für Gelüste? Das würde mich echt mal brennend interessieren?

Aber jetzt muss ich doch erst einmal zu meinem Pfirsich.

Bis bald Eure Carmen

2 Kommentare

  1. Hallöchen :) Dein Blog gefällt mir sehr gut!

    Die Übelkeit ist zwar oft genug da, übergeben habe ich mich jedoch erst zwei mal an einem Morgen. Das schlimmste ist einfach die Schlappheit. Letzte Woche ist mir drei mal der Kreislauf flöten gegangen. Nur wenn außer dir keiner da ist, weil alle entweder auf Kur oder “krank” sind, bleibt dir leider nichts anderes übrig, als zur Arbeit zu gehen. Andere Mamis trösten mich aber damit, dass es nach der 12. Woche damit Schluss ist. Ich hoffe doch sehr :) Nur noch vier Wochen wie ein Zombie rumrennen, yeah :)

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    • Hallo Denise,
      oh das ist ja echt supergemein, dass Du dann die Leidtragende bist. Aber denk dran: Du hast auch Rechte ;)… Aber ich kenne das. Bei mir war die Müdigkeit und Schlappheit auch total extrem. Die Couch war my best friend. Ab der 11. Woche spürte ich diesbezüglich Besserung. Ganz war dann auch die Übelkeit mit der 14. Woche erledigt – aber vorher schon viel besser und ich konnte einigermaßen normal leben.
      Wünsche Dir eine tolle und reibungslose Schwangerschaft und eine schöne Zeit :)
      Liebe Grüße Carmen

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