Mami, ist das vegan? Ein Erfahrungsbericht von Jumana Mattukat

Hallo Ihr Lieben,

heute komme ich endlich mal dazu die Buchrezension für das Buch “Mami, ist das vegan?” von Jumana Mattukat zu schreiben. Das Buch liegt schon länger hier und wartet darauf rezensiert zu werden. (Doch leider liegen da auch so viele andere Sachen und Bücher ;))

Das Buch erschien bereits in der 1. Auflage 2013 – in einem Jahr in dem man noch nicht so viele vegane Bücher zur veganen Familienernährung fand.

Ich muss gestehen mir war damals anhand des Titels nie genau klar, worum es geht, und ich finde ihn immer noch leicht irre führend. Letztendlich ist das Buch, wie im Untertitel beschrieben, ein Erfahrungsbericht. Ein Erfahrungsbericht einer engagierten und berufstätigen Mutter, die sich vorgenommen hat ihre  Ernährung verantwortungsvoll umzustellen und damit auf Hürden in der Familie stösst.

Es ist kein Buch was einem dogmatisch ein schlechtes Gewissen bezüglich der eigenen Ernährungsgewohnheiten machen möchte, sondern macht Mut die vegane Ernährungsweise selbst einmal auszuprobieren. Das begrüße ich sehr, denn es entspricht meiner eigenen Herangehensweise.

Vorwort, Inhaltsverzeichnis und Aufbau

Das Vorwort stammt von Rüdiger Dahlke und fällt sehr Dahlie-Typisch aus. (Ich mag das.) Das Inhaltsverzeichnis ist sehr kurz und hat m.E. leider zu wenig Aussagekraft. Als Leser weiß man gar nicht so genau, was einen erwartet – und das führt in Zusammenhang mit dem Titel erst recht zu Verwirrungen – und dementsprechend zu sehr gegensätzlichen Bewertungen bei Amazon. Die Leser hatten unterschiedliche – teilweise falsche – Erwartungen an das Buch, welche folglich natürlich gar nicht alle erfüllt werden können.

Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz und übersichtlich, gehen nicht zu stark in die Tiefe, was das Lesen einfach macht. (Diese Übersicht hätte ich gerne im Inhaltsverzeichnis wieder gefunden.) Es ist eben wirklich ein Erfahrungsbericht einer Frau, die zu Beginn des Buches erst kurze Zeit zuvor auf die vegane Ernährung umgestellt hatte. Die Autorin nimmt den Leser mit auf ihre Reise zur veganen Ernährung.

Dementsprechend ist das Buch genau für diese Zielgruppe interessant: für Neueinsteiger! Für Veganer, die schon länger vegan leben, gibt es kaum bis keine neuen Erkenntnisse. Der ethische Gedanke ist gut berücksichtigt. Informationen für eine ausgewogene Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, die Kinder benötigen, kommen jedoch überwiegend zu kurz. Als Einstieg in die Materie ist es aber gut und unterhaltsam zu lesen.

Mami, ist das Vegan - Blick ins Buch

Inhalt und Rezepte

Jumana Mattukat beschreibt schonungslos ehrlich, und trotzdem mit viel Humor und Leichtigkeit, ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf ihrem Weg zur Veganerin – mit allen Höhen und Tiefen. Sie lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben, beschreibt ihre Zweifel, Konfrontationen und auch ihre Erfolgserlebnisse. Ich hätte mir aufgrund des Titels noch etwas mehr über das “Wie” (Umsetzung innerhalb der Familie) als über das “Warum” gewünscht.

Dennoch macht das Buch Mut und zeigt auch auf, dass Rück- und Fehlschläge normal sind, dass man sich nicht entmutigen lassen darf und Fallen im Alltag normal sind.

Die Rezeptvorschläge sind gut für Anfänger geeignet, hauen aber alteingesessene Veganer nicht mehr aus den Latschen – insbesondere, wenn man bedenkt wieviele tolle Bücher hier in den letzten Jahren erschienen sind. Der Fokus liegt meines Erachtens tatsächlich mehr auf dem Erfahrungsbericht.

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Das Buch ist mit knapp 17,- € für ein Taschenbuch mit knapp über 200 Seiten eher etwas zu teuer geraten. Ich würde 12,- € als angemessen finden – auch obwohl oder gerade weil ich weiß wieviel Arbeit ein Buch macht. Wenn ich es in Relation zu vielen anderen, in den letzten Jahren erschienenen, Büchern setze, fällt das sehr schnell ins Auge.

Wer das Buch als Einsteiger lesen möchte, kann es hier bestellen. (Affiliate Link).

Fazit

Die Autorin Jumana Mattukat zeigt, dass Vegansein mit der Familie umzusetzen ist, und dass ihre vegane Reise noch lange nicht beendet ist. Ja diese Erfahrung hat die Familie sogar enger zusammengebracht. Sie hebt hervor, dass der beste Weg ist, entspannt mit seiner neuen Lebensweise umzugehen, da dann auch andere entspannt damit umgehen. Etwas mehr Recherche hätte dem Buch aber gut getan, da an einigen Stellen noch “Halbwissen” zu finden ist und einige der verwendeten Quellen einer genaueren Überprüfung hätten unterzogen werden sollen .

Ich bin gespannt ob Frau Mattukat vielleicht irgendwann einen zweiten Bericht darüber veröffentlicht, wie die Reise weiter gegangen ist.



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