Hallo liebe MitleserIn,

heute widme ich mich wieder einem weiteren Themenwunsch, der an mich herangetragen wurde.

Wann hat mein Baby wirklich Hunger?

Gerade Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, fühlen sich vielleicht mal überfordert. Vor allem wenn das Kind sehr oft an die Brust will.

Hungerzeichen

In der Regel kannst du aber die Hungerzeichen recht gut unterscheiden. Falls du zu den Leidgeplagten mit einem Schreikind gehörst: Wende dich unbedingt an eine Ostheopathin und an eine Schreiambulanz, wenn du an deine Grenzen kommst. Die Gründe für ein übermäßiges Schreien sind vielfältig und gehen extrem an die Substanz. Ich weiß das von meinem ersten Sohn, der zwar laut Definition kein richtiges Schreikind war, aber ganz knapp an der Schwelle – und vor allem die Nächte sehr oft und viel geweint hat. Stillen hat nicht immer geholfen und ich habe das erste halbe Jahr nie länger als eine halbe Stunde am Stück geschlafen. Schreibabies haben Schwierigkeiten ihren Schlaf-Wach-Rhythmus zu finden und sind daher oft übermüdet und überfordert. Sie finden kaum in den Schlaf.

Gehen wir jetzt einfach mal von einem Baby aus, das normal viel weint: Dein Baby hat noch nicht viele Möglichkeiten mit dir zu kommunizieren. Weinen und Schreien ist eine Art der Kommunikation. Jedoch gibt es viele Anzeichen, die davor kommen und auf die du schon reagieren kannst und solltest bevor das Baby weint.

Die ersten Anzeichen beim Aufwachen können folgendermaßen aussehen:

hungerzeichen1 hungerzeichen2

Ich habe diese Fotos gemacht, als mein Sohn ca. eine Woche alt war.  Mein Kleiner ist echt ein gechilltes Kerlchen. Bei ihm ist es ganz offensichtlich. Er erwacht und wird unruhig, fängt mit den Händen an zu fuchteln, saugt an Fingern oder der Faust, streckt die Zunge raus, leckt sich an den Lippen, strampelt… Nehme ich ihn auf den Arm, dreht er den Kopf in Richtung Brust oder “robbt” in die Richtung. Oft sperrt er dabei schon den Mund auf und bewegt den Kopf hin- und her. Manchmal macht er Bewegungen wie ein Specht. In diesem Stadium ist es dann schon recht offensichtlich. Das Baby fängt an zu quengeln.

Auch die Körperspannung ändert sich. Das Baby wird auf einmal sehr steif und die Körperspannung ist allgemein sehr hoch. Teilweise verkrampft es richtig.

Schnell reagieren statt hinauszögern – Stillen nach Bedarf

Wenn du dein Kleines in der ersten Phase anlegst, ist es am entspanntesten. Je länger man wartet, desto schwieriger wird das Anlegen. Denn plötzlich sind immer die Ärmchen und Hände im Weg und krallen sich teilweise in Brust und Brustwarze. Plötzlich hat man das Gefühl man hat ein wildes Tier an sich kleben.

Das ist echt süß.

Also es ist besser das Baby gleich anzulegen. Bei Yannik kann ich wirklich ganz deutlich sagen, dass er hauptsächlich weint, wenn er Hunger hat. Weinen ist ein spätes Hungerzeichen...

Ein Test ist z.B. den Finger an den Mund zu legen. Euer Baby wird schnell anfangen daran zu saugen. Oder wenn Ihr z.B. mit dem Finger über die Wange streichelt und das Baby gleich den Kopf in die Richtung dreht und den Mund öffnet… Dann hat es WIRKLICH Hunger ;)

Wachstumsschub

Aber manchmal geht es auch recht schnell. Zum Beispiel wenn das Baby die Milchmenge steigern will, weil es einen Wachstumsschub hat. Dann fängt es an zu Clustern (trinkt auf Vorrat). Meistens passiert dies am späten Nachmittag oder frühen Abend. Oder auch morgens, um die Nacht etwas aufzuholen. Am nächsten Tag entspannt es sich oft wieder. Aber dann ist das Baby oft ungnädig weil ihm die Milch an diesem Tag nicht reicht.

Einfach immer nach Bedarf anlegen.

Auch bei Entwicklungsschüben will das Baby öfter an die Brust. Es fühlt sich dann einfach sicher und beruhigt sich. Außerdem leistet das Gehirn plötzlich enorm viel. Also mich macht das auch immer hungrig.

Reicht meine Milch?

All das kann Euch ein wenig verunsichern. Reicht meine Milch nicht mehr aus? Keine Bange. In den meisten Fällen reicht Eure Milch, bzw. Euer Körper produziert schnell wieder nach und stellt sich darauf ein.

Es kann auch mal sein, dass Euer Baby Hunger hat und an die Brust will, aber gleichzeitig immer wieder die Brustwarze loslässt und die Brust anschreit.

Vielleicht hat es Bauchschmerzen, muss ein Bäuerchen oder großen Geschäft machen, pupsen oder dergleichen? Versucht es mal mit “Fahrrad fahren”, Bauchmassage, Windeöl oder ähnlichem. Aber es kann einfach an dem Schub liegen, weil es Euer Kleines verwirrt. Eure Nähe ist jetzt sehr wichtig…

Wann ist das Baby satt?

Euer Baby wird sehr erleichtert sein, wenn es wieder satt ist. Es entspannt sich, was sich am ganzen Körper zeigt. Es lässt die Brustwarze los und schaut Euch entweder mit großen Augen an – oder schläft einfach ein :)

Die Differentialdiagnose ;)

Wann weint das Baby noch und wie unterscheide ich das – und was tue ich?

Müdigkeit

  • Rumtragen, Ruhe, Kinderwagen, Tragetuch…. etc. (Dein Baby kann anfangs noch nicht alleine einschlafen. Das muss es erst lernen und benötigt daher gerade, je jünger es ist, deine Anwesenheit). Müde werden die meisten Babies schon wieder nach 1,5-2 Stunden, wenn sie noch ganz jung sind. Es kann sein, dass sich dein Baby wegdreht, versucht am eigenen Daumen zu saugen oder sich Augen und Ohren reibt. Im Gegensatz zu Hunger, wird der Körper dabei aber eher schlaff. Jedoch folgen auch hier Quengeln und Weinen, wenn das Baby nicht einschlafen kann und überreizt ist.

Langeweile/Aufmerksamkeit

  • Quengelt das Baby und du weißt nicht genau warum? Dann wende dich ihm zu. Hört es auf zu quengeln, hat es vielleicht nur Langeweile und möchte etwas Aufmerksamkeit und Beschäftigung.
  • Beschäftigung, Ansprache, nackig strampeln lassen, später Spielsachen oder Ähnliches…

Überforderung/Überreizung

  • Passiert bei den Kleinen sehr schnell. Jeder Eindruck ist neu und muss erst verarbeitet werden. Die Babies fangen an zu quengeln und sich abzuwenden (auch beim Spielen). Nun braucht es Ruhe. Wenn die nicht kommt, kann es sich steif machen, sich anspannen und ins Hohlkreuz gehen. Teilweise kommt schrilles Schreien dazu.
  • Ruhe, Rumtragen, Tragetuch, und vor allem vor weiteren Einflüssen schützen (Fernseher, Radio aus, Konzentration aufs Baby – alles andere mal liegen lassen, und seinen Blick einschränken damit es zur Ruhe kommt)
  • Wenn Es deinem Baby hilft kurz gestillt zu werden, ist das völlig o.k. Du kannst dein Baby noch gar nicht verwöhnen und Stillkinder werden auch nicht zu dick.
  • Die meisten Babies brauchen Mama oder Papa zur Beruhigung. Kann aber auch mal kontraproduktiv sein.

Schmerzen

  • Häufig vermuten Eltern bei starkem Schreiben und Weinen, dass das Baby Schmerzen hat. Häufig ist es aber die o.g. Überreizung – insbesondere am Abend. Ein geblähter Bauch lässt sich jedoch erkennen und durch Massagen mit Babybäuchleinöl ein wenig lindern. Massagen immer dem Verlauf des Dickdarms folgend – also ganz leicht von links nach rechts und dann nach unten, damit die Winde entweichen.
  • Bei tatsächlichen Koliken sollte die Mutter auf Kuhmilch verzichten (falls sich hier Nicht-Veganer auf die Seite verirren) und Pro- und Präbiotika zu sich nehmen. (Siehe Menü oben im Bereich Supplemente – scrollen zu Tisso).

Windelmalheur?

  • Manche Babies sind sehr empfindlich auf eine volle Windel (ganz egal ob es sich um ein kleines oder ein großes Geschäft handelt) und müssen oft gewickelt werden. Andere sind völlig entspannt und könnten stundenlang im Nassen liegen, was natürlich auch nicht sein sollte. Finde es heraus. In der Regel wird das Baby weinen, wenn die Windel voll ist.
  • Falls dein Baby sehr empfindlich ist, versuche mal Stoffwindeln oder vielleicht sogar Windelfrei? (Eine Freundin von mir, Ingrid, ist Windelfrei-Beraterin in Hamburg: www.windelfrei-hamburg.de)

Temperatur?

  • Ob deinem Baby kalt oder heiß ist, kannst du in seinem Nacken fühlen. Ist es zu warm, ist es dort schwitzig feucht. Wenn dieser Bereich eher kalt ist, dann ist ihm auch zu kühl. Hier kannst du also einfach nachhelfen und für etwas mehr Abkühlung oder Wärme sorgen.

 

Ich hoffe meine Tipps haben dir geholfen… :) Danke und

Alles Liebe für dich und deine kleine oder große Familie

Deine Carmen

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Ganz ganz lieben Dank an dieser Stelle schon einmal an dich und alle anderen, die mich schon unterstützt haben. Ihr seid großartig und haltet meine frei zugängliche Arbeit und Arbeit an Büchern am Laufen. Love you all….!!!

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